Die Vereinbarung zwischen PDAG und argomed Ärzte AG hat das Ziel, die Kommunikation zu verbessern, Arbeitsabläufe aufeinander abzustimmen und Doppelspurigkeiten zu vermeiden. So regelt die Abmachung, wer wo wie informiert wird bei der Übergabe eines Patienten vom Hausarzt zum Spezialisten oder in die Klinik. Ziel ist die rasche und gründliche Information aller Fachleute, die den gleichen Patienten behandeln.Gerade bei psychisch kranken Patienten ist dies von grösster Wichtigkeit: Wenn die Fachleute regelmässig Kontakt haben, ist gewährleistet, dass eine begonnene Therapie kontinuierlich weitergeführt werden kann.

Integrierte Versorgung: Mehr Qualität, tiefere Kosten

Die Vereinbarung verspricht ein grosses Potential für die integrierte Versorgung im Gesundheitswesen. Die Zusammenarbeit verschiedener Leistungserbringer / Behandler ist unerlässlich für die Entwicklung von integrierten Versorgungsnetzen. Ein geregelter Informationsaustausch und definierte Prozesse sind von grösster Bedeutung: Bei fehlendem oder ungenügendem Informationsaustausch können Fehler auftreten, oder fehlende Angaben führen zu unnötigen und kostspieligen Doppeluntersuchungen.

Von Schnittstellen zu Nahtstellen

Die Vereinbarung wurde sowohl bei argomed wie den PDAG bereits kommuniziert. In einer ersten Phase sollen nun im regelmässigen Austausch Schwachstellen analysiert und eliminiert werden. Der sich so entwickelnde vertrauensvolle Umfang wird helfen, dass aus Schnittstellen zunehmend Nahtstellen werden. Noch Zukunfts-Musik ist derzeit der elektronische Datenaustausch. Nur so wird es möglich sein, innert nützlicher Frist die notwendigen Berichte, Untersuchungsbefunde und Laborresultate, griffbereit zu haben – zum Wohl des Patienten und der Gesundheits-Kosten. Argomed und PDAG hoffen, dass die kürzlich vom kantonalen Departement Gesundheit und Soziales in Aussicht gestellte e-Health- Strategie rasch umgesetzt wird.