Die Abteilung für Urologie des Kantonsspitals Baden KSB hat eine Langzeit-Studie veröffentlicht, die international auf grosses Interesse gestossen ist. Während 13 Jahren wurden Patienten mit wenig aggressivem Prostatakrebs nicht direkt behandelt, sondern überwacht („Active Surveillance“) und erst bei Zunahme der Erkrankung therapiert. Die Studie unter der Leitung von Dr. med. Kurt Lehmann, Leitender Arzt Urologie, wurde am europäischen und amerikanischen Urologiekongress präsentiert. Es ist eine der wenigen Studien, für die Daten über einen solch langen Zeitraum gesammelt wurden. Interessant sind die Resultate, weil sie einerseits zeigen, dass bei 70 Prozent der Patienten eine Behandlung umgangen werden konnte. Anderseits wurde aber auch festgestellt, dass die „Active Surveillance“ mit Problemen verbunden ist, da einige der untersuchten Männer die Überwachung abbrachen.