«Wer in einer Internet-Suchmaschine das Wort ‹psychische Erkrankungen› eingibt, erhält 20 000 Treffer. Mindestens! », sagt John Steggerda, Vizepräsident des Vereins anker. Dass dies Betroffenen nicht wirklich viel nützt, liegt auf der Hand. Alle Anbieter auf einen Blick Aus diesem Grund wurde vor zwei Jahren die Internet- Plattform «apika» ins Leben gerufen. Dort sind zahlreiche, im Kanton Aargau tätige Anbieter aufgeführt, die sich Menschen mit psychischer Erkrankung annehmen.

Das Angebot reicht dabei vom begleiteten und betreuten Wohnen über Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten, Beratung, Tageskliniken, Spitex-Angebote, Freizeit wie auch Notfallnummern, wenn Hilfe ganz dringend nötig ist. «Zum einen finden Betroffene oder deren Angehörige so leicht zugänglich die direkten Anlaufstellen – zum anderen ermöglicht die Plattform den Anbietern den branchenübergreifenden Austausch und eine Vernetzung, von der alle profitieren können », erklärt Steggerda. Und nicht zuletzt solle «apika » dazu beitragen, der Stigmatisierung von Menschen mit einer psychischer Erkrankung entgegenzuwirken. «Immerhin ist jede fünfte Person einmal im Leben davon betroffen, entweder selber oder durch jemanden im persönlichen Umfeld», so Steggerda.

Nicht jeder wird Mitglied

Mitglieder des Netzwerkes «apika» sind Einzelpersonen und Organisationen, die sich für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen einsetzen. Sie müssen über eine Betriebsbewilligung des BKS verfügen, eine Krankenkassenanerkennung, einen Leistungsvertrag mit dem Kanton sowie über ein anerkanntes Qualitätslabel. Die Finanzierung der Plattform erfolgt vollumfänglich durch die Mitgliederbeiträge.

Zur Person: John Steggerda ist Vizepräsident des Vereins anker sowie Präsident der Pro Informis Aargau.

Internet-Adresse der Plattform: www.apika.ch

Autorin: Ursula Känel Kocher / Gesundheit Aargau