Hans Leuenberger, CEO des Kantonsspitals Aarau (KSA), zeigt sich über den Entscheid des Grossen Rates erfreut. Mit der Genehmigung durch die Aargauische Legislative steht der vollumfänglichen Erfüllung des Leistungsauftrages durch das Institut für Rechtsmedizin (IRM) am 1. Januar 2014 nichts mehr im Wege.

Nun gilt es die letzten sechs Monate vor der Eröffnung optimal zu nutzen, um das Institut startklar zu machen. Im Zentrum stehen der Aufbau der Abteilung Forensische Toxikologie, Akkreditierungsmassnahmen zur Erfüllung regulatorischer und qualitativer Anforderungen sowie der Aufbau von effizienten Kommunikationswegen mit Kantonspolizei und Strafverfolgungsbehörden.

„Wir freuen uns über den Entscheid des Grossen Rates“ sagt auch Prof. Dr. med. Andreas Huber, Präsident der Ärztekonferenz am KSA. „Mit dem Bekenntnis zum Standort Aarau kann die Stellung des Zentrumsspitals weiter gestärkt und ausgebaut werden“ betont Huber. Der Grosse Rat hat den Kredit für die Rechtsmedizin gutgeheissen, was den Kanton Aargau ermächtigt, den Vertrag mit dem bisherigen Leistungserbringer in Bern auf Ende Jahr zu kündigen.

Über diesen Entscheid zeigt sich auch der Institutsleiter in Aarau, Chefarzt Dr. Daniel Eisenhart, erleichtert: „Die Vorbereitungen laufen schon lange auf Hochtouren und jetzt ist klar, dass wir die Arbeit in allen vier Abteilungen am 1. Januar 2014 vollumfänglich aufnehmen können“. Eisenhart hatte eigens für den Aufbau des neuen rechtsmedizinischen Instituts als Spezialist vom Kantonsspital St. Gallen nach Aarau gewechselt. Der junge Chefarzt baut seit Anfang Jahr mit seinem 13-köpfigen Team ein topmodernes Institut auf. „Bereits heute sind drei von vier Abteilungen mit modernsten technischen Geräten ausgerüstet und die wichtigsten Stellen mit ausgewiesenen Fachleuten besetzt. Als Letztes konnte vor kurzem die Leitung der Abteilung Forensische Toxikologie per 1. Oktober durch einen renommierten Fachspezialisten besetzt werden“ erklärt Eisenhart.

Bereits Anfang Jahr erhielt die Abteilung Forensische Genetik die Akkreditierungsurkunde. Damit sind sämtliche formalen Voraussetzungen zur Durchführung entsprechender Untersuchungen erfüllt - gleichzeitig wird dadurch die Kompetenz, Zuverlässigkeit und Qualität zum Ausdruck gebracht. Als nächstes steht die Akkreditierung der Abteilungen Forensische Medizin und Forensische Toxikologie auf dem Plan.

Für den Institutsleiter steht neben den genannten Aufgaben künftig die Kommunikation mit den Behörden im Zentrum seiner Bemühungen. „Es ist unser Anspruch, für die Kantonspolizei und Strafverfolgungsbehörden Partner auf Augenhöhe zu sein“ erklärt Eisenhart. Dazu werden wir in den nächsten Wochen mit den entsprechenden Stellen Kontakt aufnehmen, um die Kommunikationswege zu klären und die Abläufe optimal zu gestalten. Die Serviceleistungen des IRM werden jedoch nicht nur auf die Behörden beschränkt sein. „Wir stellen unsere Dienste als Berater selbstverständlich auch den Ärzten am KSA und den niedergelassenen Kollegen zur Verfügung und führen beispielsweise auch Vaterschaftstests im Privatauftrag durch, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind“ zählt der Leiter der Rechtsmedizin das neue Angebot auf.